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Sparerpauschbetrag 2026 freistellen lassen – Anleitung für Trade Republic, ING & Scalable

Sparerpauschbetrag 2026 freistellen lassen – Anleitung für Trade Republic, ING & Scalable
⚠️ Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel dient der allgemeinen Finanzbildung und ist keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung. Prüfe individuelle Entscheidungen mit einer qualifizierten Fachperson.

Sparerpauschbetrag 2026 freistellen lassen – Anleitung für Trade Republic, ING & Scalable

Wer 2026 Kapitalerträge erzielt, sollte den Sparerpauschbetrag unbedingt freistellen lassen. Sonst zahlt der Staat automatisch 25 Prozent Abgeltungsteuer auf jeden Euro Gewinn – obwohl du bis 1.000 Euro (2.000 Euro bei Zusammenveranlagung) steuerfrei bleiben könntest. Ich zeige dir Schritt für Schritt, wie du den Freistellungsauftrag bei Trade Republic, ING und Scalable Capital einrichtest. Kein BWL-Geschwafel, nur das, was du wissen musst.

Was ist der Sparerpauschbetrag überhaupt?

Der Sparerpauschbetrag ist ein Freibetrag, den der Gesetzgeber dir zugesteht, um Kapitalerträge wie Zinsen, Dividenden und Kursgewinne bis zu einer bestimmten Höhe steuerfrei zu vereinnahmen. Seit 2023 liegt er bei **1.000 Euro pro Person** und **2.000 Euro für Verheiratete** (Zusammenveranlagung). Für 2026 gilt unverändert: Wer diesen Betrag nicht ausschöpft, verschenkt bares Geld. Der Clou: Der Freistellungsauftrag muss aktiv bei deiner Bank oder deinem Broker hinterlegt werden. Das passiert nicht automatisch. Ohne Auftrag führt das Institut automatisch die Abgeltungsteuer inklusive Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer ab. Das frisst einen ordentlichen Teil deiner Rendite.

Warum du den Freistellungsauftrag unbedingt einrichten solltest

Ich selbst habe am Anfang meiner Investitionskarriere den Fehler gemacht und den Freistellungsauftrag vergessen. Bei meinem ersten ETF-Verkauf wurden mir rund 180 Euro Steuern abgezogen – obwohl mein Gewinn unter dem Freibetrag lag. Das war Lehrgeld. Seitdem richte ich den Auftrag bei jedem neuen Depot sofort ein. Die Vorteile liegen auf der Hand: - **Du sparst Steuern**: Bis zu 1.000 Euro Gewinn bleiben steuerfrei. - **Du hast mehr Kapital zur Verfügung**: Die Steuerersparnis bleibt in deinem Depot und kann weiter investiert werden. - **Du vermeidest den Aufwand der Steuererklärung**: Ohne Freistellungsauftrag musst du die Kapitalerträge in der Anlage KAP angeben, um sie zurückzuholen. Das kostet Zeit und Nerven.

Freistellungsauftrag bei Trade Republic einrichten

Trade Republic ist bei vielen Anlegern beliebt, weil die Gebühren niedrig sind. Die Einrichtung des Freistellungsauftrags geht in wenigen Minuten über die App. So geht's: 1. **App öffnen und einloggen** – du brauchst deine Zugangsdaten. 2. **Zu den Einstellungen navigieren** – tippe unten auf das Profil-Symbol oder das Menü. 3. **Punkt „Steuern" oder „Freistellungsauftrag" auswählen** – bei Trade Republic findest du den Menüpunkt unter „Einstellungen" → „Steuern". 4. **Betrag eintragen** – gib den gewünschten Freibetrag ein. Bei einem Einzelkonto sind das maximal 1.000 Euro. Wenn du verheiratet bist und das Konto auf beide läuft, kannst du bis zu 2.000 Euro eintragen. 5. **Bestätigen** – nach dem Absenden erhältst du eine Bestätigung per E-Mail. Der Auftrag gilt ab dem Zeitpunkt der Einreichung für das laufende Jahr. Wichtig: Wenn du mehrere Depots hast, musst du den Freibetrag aufteilen. Trade Republic fragt dich nicht automatisch, ob du woanders schon einen Auftrag hast. Du musst selbst darauf achten, dass die Summe aller Freistellungsaufträge nicht über 1.000 Euro liegt. Sonst droht eine Nachzahlung.

Freistellungsauftrag bei der ING einrichten

Die ING ist eine klassische Bank mit Depot, die ebenfalls einen Freistellungsauftrag anbietet. Die Einrichtung ist im Online-Banking unkompliziert: 1. **Im Online-Banking anmelden** – du brauchst deine Kontonummer und PIN. 2. **Depot auswählen** – unter „Depot" oder „Wertpapiere" findest du die Option. 3. **„Freistellungsauftrag" anklicken** – in der Regel gibt es einen direkten Link oder du gehst auf „Verwaltung" → „Steuern". 4. **Betrag eingeben** – auch hier gilt: maximal 1.000 Euro pro Person, 2.000 Euro bei gemeinsamer Veranlagung. 5. **Absenden** – die ING bestätigt den Auftrag schriftlich oder per Postbox. Ein Tipp von mir: Wenn du bei der ING ein Gemeinschaftskonto hast, kannst du den Freibetrag für beide Partner nutzen. Das lohnt sich besonders, wenn ihr zusammen investiert.

Freistellungsauftrag bei Scalable Capital einrichten

Scalable Capital ist ein weiterer beliebter Neobroker, der mit günstigen Konditionen punktet. Auch hier ist die Einrichtung des Freistellungsauftrags digital und schnell erledigt: 1. **App oder Web-Plattform öffnen** – logge dich mit deinen Zugangsdaten ein. 2. **Zu den Einstellungen gehen** – klicke auf dein Profil oder das Zahnrad-Symbol. 3. **„Steuern" oder „Freistellungsauftrag" wählen** – bei Scalable findest du den Punkt unter „Konto" → „Steuern". 4. **Betrag eintragen** – wie bei den anderen Anbietern gilt der Maximalbetrag von 1.000 Euro pro Person. 5. **Speichern** – der Auftrag wird sofort wirksam und du erhältst eine Bestätigung. Scalable bietet auch die Möglichkeit, den Freistellungsauftrag für mehrere Depots zu verwalten. Wenn du zum Beispiel ein Einzelkonto und ein Gemeinschaftskonto hast, kannst du die Beträge individuell aufteilen.

Freistellungsauftrag aufteilen – so machst du es richtig

Viele Anleger haben mehrere Depots – etwa ein altes bei der Hausbank und ein neues bei einem Neobroker. Dann musst du den Sparerpauschbetrag clever aufteilen. Ich selbst habe meinen Freibetrag auf zwei Depots verteilt: 500 Euro bei Trade Republic und 500 Euro bei der ING. So nutze ich den Betrag optimal aus, ohne dass irgendwo Steuern anfallen. So gehst du vor: - **Liste alle deine Depots auf** – inklusive der Beträge, die du dort bereits freigestellt hast. - **Schätze deine zu erwartenden Kapitalerträge pro Depot** – Dividenden, Zinsen, realisierte Gewinne. - **Verteile den Freibetrag entsprechend** – das Depot mit den höchsten Erträgen bekommt den größten Anteil. - **Überprüfe regelmäßig** – wenn sich deine Erträge ändern, kannst du den Freistellungsauftrag jederzeit anpassen. Ein häufiger Fehler ist, den Freibetrag nur bei einem Depot zu hinterlegen und das andere zu vergessen. Dann zahlst du dort unnötig Steuern. Also: Immer alle Depots berücksichtigen.

Häufige Fehler und wie du sie vermeidest

Ich sehe immer wieder Anleger, die beim Freistellungsauftrag Fehler machen. Die häufigsten sind: - **Den Auftrag gar nicht erst einrichten** – das ist der Klassiker. Viele wissen gar nicht, dass sie den Freibetrag aktiv beantragen müssen. - **Den Freibetrag überschreiten** – wenn du bei mehreren Banken jeweils 1.000 Euro freistellst, liegt die Summe über dem erlaubten Betrag. Das Finanzamt merkt das und fordert die Steuern nach. - **Den Auftrag nicht aktualisieren** – wenn du ein Depot kündigst oder ein neues eröffnest, musst du den Freistellungsauftrag anpassen. Sonst bleibt der alte Betrag bestehen und wird nicht genutzt. - **Die Steuerbescheinigung ignorieren** – am Jahresende erhältst du von jeder Bank eine Steuerbescheinigung. Prüfe, ob die freigestellten Beträge korrekt sind. Mein Rat: Setze dir einmal im Jahr einen Termin, um deine Freistellungsaufträge zu überprüfen. Das dauert nur zehn Minuten und spart dir bares Geld.

Was passiert, wenn du den Freistellungsauftrag nicht nutzt?

Ohne Freistellungsauftrag führt deine Bank automatisch 25 Prozent Abgeltungsteuer auf alle Kapitalerträge ab. Dazu kommen 5,5 Prozent Solidaritätszuschlag auf die Steuer und gegebenenfalls Kirchensteuer. Das sind effektiv rund 26,375 Prozent – ein ordentlicher Batzen. Wenn deine Erträge unter dem Freibetrag liegen, kannst du die zu viel gezahlte Steuer nur über die Steuererklärung zurückholen. Das bedeutet: Du musst eine Anlage KAP ausfüllen und alle Erträge angeben. Das ist nicht nur lästig, sondern auch fehleranfällig. Wer den Freistellungsauftrag rechtzeitig einrichtet, spart sich diesen Aufwand komplett.

Fazit: Freistellungsauftrag ist Pflicht für jeden Anleger

Der Sparerpauschbetrag 2026 ist ein Geschenk des Staates – aber nur, wenn du ihn auch nutzt. Die Einrichtung bei Trade Republic, ING und Scalable Capital dauert jeweils nur wenige Minuten und ist komplett digital. Ich habe meinen Freistellungsauftrag bei allen drei Anbietern eingerichtet und zahle seitdem keine unnötigen Steuern mehr. Denk daran: Der Freibetrag gilt pro Person, nicht pro Depot. Wenn du mehrere Depots hast, teile den Betrag clever auf. Und überprüfe deine Aufträge regelmäßig, besonders wenn sich deine Anlagestrategie ändert. Jetzt bist du dran: Logge dich bei deinem Broker ein und richte den Freistellungsauftrag ein. Dein zukünftiges Ich wird es dir danken – mit mehr Rendite auf dem Konto.

Disclaimer: Keine Anlageberatung. Alle Angaben ohne Gewähr.

Disclaimer: Keine Anlageberatung. Alle Angaben ohne Gewaehr.

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