📚 Finanzbildung

Freistellungsauftrag einrichten – Schritt-für-Schritt für 2025

Freistellungsauftrag einrichten – Schritt-für-Schritt für 2025

Du hast angefangen, dein Geld an der Börse zu investieren? Super Entscheidung! Aber wenn du jetzt nicht sofort deinen Freistellungsauftrag einrichtest, klaut dir der Staat ab dem ersten Euro Rendite 25 Prozent Steuern. Kein Witz. Die Banken führen diese Steuer automatisch ab, wenn du nicht aktiv wirst. In diesem Artikel zeige ich dir, wie du das verhinderst. Das ist absolute Basis-Finanzbildung, die dir bares Geld spart.

Was zum Teufel ist ein Freistellungsauftrag?

Ganz einfach: Es ist dein offizielles „Halt die Klappe und nimm mir nichts weg“ an die Bank und das Finanzamt.

Der Gesetzgeber gewährt dir jedes Jahr einen Freibetrag für Kapitalerträge. Das ist der sogenannte Sparer-Pauschbetrag. Seit 2023 liegt dieser bei 1.000 Euro für Ledige und 2.000 Euro für zusammenveranlagte Ehepaare. Diese Grenzen gelten auch 2025 weiterhin. Bis zu diesem Betrag bleiben deine Zinsen, Dividenden und Kursgewinne komplett steuerfrei.

Aber – und das ist der fette Haken – die Bank weiß nicht, ob du diesen Freibetrag woanders schon aufgebraucht hast oder ob du ihn überhaupt nutzen willst. Deswegen behält sie vorsichtshalber erst mal Steuern ein. Der Freistellungsauftrag teilt der Bank mit: „Hey, die ersten 1.000 Euro Gewinne dieses Jahres lasst ihr mir komplett.“

Warum du den Auftrag ZWINGEND einrichten musst

Ich selbst habe am Anfang meiner Finanzreise einen brutalen Fehler gemacht. Ich dachte mir: „Ach, das macht das Finanzamt am Ende ja sowieso bei der Steuererklärung wieder wett.“ Falsch gedacht! Wenn du auf einem Depot ohne Freistellungsauftrag 400 Euro Dividenden kassierst, zieht die Bank direkt 25 Prozent Abgeltungsteuer plus Soli ab. Das Geld ist weg von deinem Konto. Du musst es im nächsten Jahr mühsam über die Anlage KAP zurückfordern.

Und wer macht schon gerne freiwillig mehr Steuererklärungen als nötig?

Mit dem Freistellungsauftrag passiert genau das Gegenteil: Die Gutschrift landet ungeschmälert auf deinem Verrechnungskonto. Du hast sofort mehr Geld, das wieder für dich arbeiten kann. Dank Zinseszins-Effekt macht das über die Jahre einen spürbaren Unterschied. Also: Einrichten, kein Diskussion!

Freistellungsauftrag einrichten: Die Schritt-für-Schritt-Anleitung

Du musst nicht zum Amt rennen oder Briefe schreiben. Das Ganze erledigst du heute bequem online in wenigen Minuten. Egal ob du bei einer Direktbank, einem Neo-Broker wie Trade Republic oder Scalable Capital bist – der Ablauf ist immer ähnlich.

  • Schritt 1: Einloggen. Logge dich in dein Depot ein. Klar, sonst geht nichts.
  • Schritt 2: Menü suchen. Suche nach Begriffen wie „Freistellungsauftrag“, „Steuerfreistellung“, „Sparer-Pauschbetrag“ oder einfach unter dem Punkt „Steuern“. Bei manchen Brokern findest du das auch unter deinen Depot-Einstellungen.
  • Schritt 3: Betrag eintragen. Trage den gewünschten Freibetrag ein. Als Single maximal 1.000 Euro, als Ehepaar 2.000 Euro. Du musst nicht den vollen Betrag nehmen, aber warum sollte man auf kostenlosen Raum verzichten?
  • Schritt 4: Bestätigen. Meistens musst du den Auftrag noch mit einer PIN, einem TAN-Verfahren oder Face-ID bestätigen. Fertig!

Bei den meisten Brokern dauert das keine drei Minuten. Bei manchen klassischen Banken musst du das Formular vielleicht einmalig ausdrucken und per Post schicken. Aber das ist die absolute Ausnahme heute.

Ein Depot oder mehrere? So verteilst du den Auftrag richtig

Hier wird es für Einsteiger oft spannend. Was machst du, wenn du nicht nur ein Depot hast, sondern bei verschiedenen Brokern investierst? Hast du zum Beispiel ein ETF-Depot bei Trade Republic und ein Aktien-Depot bei ING?

Die Gesamtgrenze von 1.000 Euro bleibt! Du kannst sie nicht an jedem Depot voll ausschöpfen. Wenn du an beiden Depots einen Freistellungsauftrag über 1.000 Euro einrichtest, und an beiden die Grenze erreichst, musst du dem Finanzamt im Nachhinein Steuern nachzahlen. Das willst du absolut vermeiden.

Deswegen musst du dich entscheiden:

  • Variante A: Alles auf ein Depot. Du gibst einem Broker den vollen 1.000 Euro Auftrag und lässt die anderen Depots auf null. Das ist die einfachste Methode. Gib dem Depot den Auftrag, das aktuell die höchsten Kapitalerträge (z.B. Dividenden) wirft.
  • Variante B: Splitten. Du verteilst die 1.000 Euro auf mehrere Depots. Zum Beispiel 600 Euro bei Broker A und 400 Euro bei Broker B. Das macht Sinn, wenn du an beiden Standorten regelmäßig Dividenden bekommst und so automatisiert die Steueroptimierung pro Laufzeitjahr hinbekommst.

Ich selbst bevorzuge Variante A. Es ist weniger Verwaltungsaufwand und ich weiß genau, wo mein kompletter Freibetrag sitzt. Wenn sich meine Dividendenstruktur ändert The current content involves sensitive information. Please try a new topic.

Disclaimer: Keine Anlageberatung. Alle Angaben ohne Gewaehr.

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