Beste ETF-Sparpläne 2025 – Vergleich der Neobroker
Wer sein Geld nicht auf dem Girokonto verrotten lassen will, braucht einen Plan. Und ganz ehrlich: Der einfachste Plan ist und bleibt der ETF-Sparplan. Doch wenn du nach den Beste ETF-Sparpläne 2025 suchst, bist du schnell erschlagen von der Werbeflut. Jeder Broker brüllt dir ins Gesicht, dass er der Günstigste ist. Ist er aber nicht immer. Auch wenn wir mittlerweile im Jahr 2026 sind, haben sich die Konditionen aus dem Vorjahr als absoluter Goldstandard etabliert. In diesem harten Vergleich zeige ich dir, welcher Neobroker am Ende wirklich die Nase vorn hat und wo du bloß nicht reinfallen darfst.
Warum ein ETF-Sparplan dein bester Freund ist
Viele Menschen denken, an der Börse müsse man zocken, Tagecharts checken und Bitcoin um 3 Uhr nachts traden. Quatsch. Wenn du jeden Monat automatisch 50, 100 oder 500 Euro in einen ETF steckst, kaufst du mal teurer, mal billiger. Im Schnitt kaufst du zum fairen Preis. Das ist der berühmte Durchschnittskosteneffekt. Du checkst keine Nachrichten, du hast keinen Stress. Dein Geld arbeitet, während du schläfst. Das ist echte Finanzbildung für normale Menschen, kein Hokuspokus für Wall-Street-Eliten.
Die großen 3 Neobroker im Vergleich
Lass uns das Feld auf die echten Player reduzieren. In Deutschland dominieren aktuell drei Adressen, wenn es um günstige und simple Sparplan-Abwicklung geht. Hier kommt der Vergleich, der wirklich zählt.
1. Trade Republic – Der Volkshandler
Trade Republic ist der absolute Marktführer. Jeder Zweite fängt hier an. Warum? Weil die Hürden extrem niedrig sind und die App so simpel ist, dass sie selbst deine Oma bedienen könnte.
- Sparplan-Gebühren: 0 Euro. Egal ob du 25 Euro oder 500 Euro im Monat investierst.
- ETF-Auswahl: Riesig. Über 1.500 ETFs stehen zur Auswahl, darunter alle wichtigen von Vanguard, iShares und Xtrackers.
- Der Clou: 4% Zinsen auf nicht investiertes Geld. Das ist aktuell ein riesiger Pluspunkt, wenn du Cash auf dem Depot parkst.
- Nachteile: Die App ist etwas limitiert. Wer tiefgreifende Analysen, Watchlists mit 100 Werten oder komplexe Orderarten will, wird hier nicht glücklich.
Ich selbst... habe mein allererstes Depot bei Trade Republic eröffnet. Für Anfänger ist es unschlagbar, weil es genau das tut, was es soll: Geld abziehen und ETFs kaufen. Punkt.
2. Scalable Capital – Der Profi für Sparpläne
Scalable Capital ist der direkte Konkurrent und hat eine Waffe im Gepäck, die Trade Republic so nicht bietet: Das Prime-Abo.
- Sparplan-Gebühren: Kostenlos, wenn du das Prime-Abo für 2,99 Euro im Monat buchst. Ohne Abo kostet dich jeder Sparplan 0,99 Euro. Ab 25.000 Euro Depotvolumen wird Prime automatisch kostenlos.
- ETF-Auswahl: Noch etwas größer als bei der Konkurrenz. Hier findest du wirklich jeden Nischen-ETF, den du dir wünschst.
- Der Clou: Kostenlose Freiverwahrung und ein sehr sauberer, professioneller Web-Client am Rechner.
- Nachteile: Das Prime-Abo kann für Kleinanleger ein Kostenfresser sein. Wenn du nur 25 Euro im Monat sparst, frisst das Abo deine Rendite auf. Rechn das mal nach!
3. Lightyear – Der neue Herausforderer mit Zins-Kick
Ein relativ neuer Player auf dem deutschen Markt, der ordentlich rührt. Lightyear punktet mit einer sehr modernen Plattform und unschlagbaren Zinsen.
- Sparplan-Gebühren: 0 Euro. Kein Abo erforderlich.
- ETF-Auswahl: Solide, aber noch nicht ganz so riesig wie bei den etablierten beiden. Für Welt-ETFs reicht es aber locker.
- Der Clou: 4,25% Zinsen auf uninvestiertes Geld und bis zu 5% auf US-Dollar-Bestände. Das ist stark, wenn du regelmäßig Cash aufs Parkdeck schickst.
- Nachteile: Noch nicht so etabliert, die ETF-Auswahl wächst zwar, aber für Detailverliebte fehlen ab und zu exotischere Indizes.
Der große Kosten-Vergleich: Wann wird es teuer?
Ein Sparplan kostet bei allen dreien 0 Euro. Super. Aber der Broker muss auch Geld verdienen. Wie? Durch die Ausführung der Sparpläne und durch andere Gebühren, die du vielleicht nicht auf dem Schirm hast.
Die Spread-Falle: Ein Sparplan wird nicht zur exakten Sekunde ausgeführt, bei der du auf "Kaufen" drückst. Die Broker sammeln alle Aufträge und führen sie gesammelt aus (meist am 1., 7., 14. oder 21. des Monats). Der Kaufpreis kann also leicht abweichen. Bei hochliquiden Welt-ETFs ist das irrelevant. Bei exotischen ETFs kann der Spread (Unterschied zwischen Kauf- und Verkaufspreis) riesig sein. Du zahlst also effektiv mehr, obwohl der Sparplan "kostenlos" ist.
Meine Regel: Bleib bei den Standard-ETFs. MSCI World, FTSE All-World oder S&P 500. Da ist der Spread winzig. Da beißt du ins Gras, wenn du den "China Tech A-Shares Inverse Daily ETF" ins Depot holst.
Thesaurierend vs. Ausschüttend im Sparplan
Eine Frage, die mich ständig erreicht: Soll ich beim ETF-Sparplan auf ausschüttende oder thesaurierende ETFs setzen? Die Antwort ist simpel.
Thesaurierend (Reinvestierend): Die Dividenden landen automatisch wieder im ETF und werden neu investiert. Das ist der reinste Zinseszins-Motor. Du machst gar nichts, und das Geld arbeitet von selbst. Perfekt für den Vermögensaufbau.
Ausschüttend: Die Dividenden landen als Cash auf deinem Verrechkonto. Das ist gut, wenn du die Dividenden als passives Einkommen zum Leben brauchst. Im Sparplan ist das aber oft nervig, weil du 17 Euro Dividende auf dem Konto liegen hast und die nicht automatisch weiterarbeiten.
Mein Rat: Nutze beim Sparplan fast immer thesaurierende ETFs. Nur so greift der Zinseszins maximal. Wenn du später im Ruhestand bist, kannst du immer noch auf ausschüttende umschichten.
Was passiert bei einem Börsencrash?
Diese Frage ist der Klassiker. "Was, wenn der ETF einbricht, während mein Sparplan läuft?" Ich sag dir, was passiert: Gar nichts Schlimmes. Eher das Gegenteil.
Wenn der Markt crasht, kauft dein Sparplan automatisch mehr Anteile des ETFs, weil die Anteile ja im Preis gefallen sind. Dein 100-Euro-Sparplan kauft im Crash mehr Stückzahlen als im Bullenmarkt. Das ist wie beim Einkaufen im Sale. Du freust dich doch auch, wenn Jeans im Angebot sind. Warum also nicht bei ETFs?
Der einzige Weg, wie du bei einem Crash Geld verlierst, ist, wenn du in Panik gerätst und den Sparplan stoppst. Wer bei minus 30% aufhört, hat den Schaden. Wer weiter spart, profitiert vom Recover. Die historische Datenlage ist eindeutig: Welt-ETFs erholen sich immer. Mach dir keine Sorgen um temporäre Crashs, mach dir Sorgen um Inflation, wenn du nicht investierst.
Steuern und den Sparer-Pauschbetrag nicht verschenken
Ein Punkt, den viele Neobroker liebend gern verschweigen: Die Steuern. Seit der Abgeltungsteuer gibt es den Sparer-Pauschbetrag von 1.000 Euro pro Jahr. Das heißt, die ersten 1.000 Euro an Kursgewinnen und Dividenden sind steuerfrei.
Wenn du bei Trade Republic oder Scalable Capital ein Depo eröffnest, wird automatisch die Kapitalertragsteuer von 25% plus Soli auf realisierte Gewinne abgeführt. Das ist bequem, kann aber Geld kosten.
Der Profi-Tipp: Wenn du Verluste aus anderen Anlagen hast, kannst du diese bei deinem Broker mit Gewinnen verrechnen. Und wenn du einen klassischen Broker wie die ING oder DKB hast, kannst du Verlustverrechnungstöpfe manuell pflegen. Bei den Neobrokern geht das oft nicht oder nur unzulänglich. Für 95% der Sparer mit einem simplen Welt-ETF-Sparplan ist das aber irrelevant, weil sie ohnehin langfristig buy-and-hold agieren und Gewinne erst viel später realisieren.
Ich selbst nutze diese Kombi-Strategie
Ich selbst... habe mein Setup im Laufe der Jahre optimiert. Mein Kern-Depot läuft über Scalable Capital. Warum? Weil ich das Prime-Abo durch das Depotvolumen gratis habe und ich die gigantische ETF-Auswahl brauche für meine individuellen Nischen-Thesen. Außerdem mag ich den Web-Client für die Übersicht.
Mein "Tagesgeld-Ersatz" und ein kleiner Spiel-Depot für Einzelaktien liegen bei Trade Republic, weil ich die 4% Zinsen auf die Liquidität liebe und die App für schnelle Trades am Smartphone einfach schneller ist. Lightyear nutze ich aktuell als reines Zins-Konto für Dollar-Bestände, weil die 5% auf USD unschlagbar sind.
Aber egal für wen du dich entscheidest: Der wichtigste Schritt ist, überhaupt erst mal einen ETF-Sparplan abzuschließen. Perfektion ist der Feind des Guten. Ein Welt-ETF für 50 Euro im Monat bei irgendeinem der vorgestellten Neobroker ist 100-mal besser als gar kein Sparplan.
Schritt-für-Schritt: So startest du heute noch
Du willst nicht weiter lesen, du willst machen. Gut so. Hier ist dein Fahrplan:
- Konto eröffnen: Schnapp dir Trade Republic (für die Einfachheit) oder Scalable Capital (für die Auswahl). Dauert 10 Minuten mit VideoIdent.
- ETF aussuchen: Nimm den Vanguard FTSE All-World UCITS ETF (Acc) - ISIN: IE00BK5BQV0. Der deckt die ganze Welt ab. Ein ETF, ein Sparplan, null Stress.
- Sparplan einrichten: Betrag eintragen (z.B. 100 Euro), Ausführung auf den 1. des Monats stellen.
- Einloggen. App löschen. Nein, ernsthaft: Check dein Depot maximal einmal im Jahr. Alles andere macht dich nur verrückt. Lass den Automatismus arbeiten.
Fazit: Hör auf zu vergleichen, fang an zu sparen!
Die Beste ETF-Sparpläne 2025 sind immer noch die, die du auch wirklich durchziehst. Die Unterschiede zwischen Trade Republic, Scalable Capital und Lightyear sind für den Normalverbraucher mit 50 bis 200 Euro Sparrate marginal. Beide bieten ETF-Sparpläne für 0 Euro an, beide sind Neobroker, beide haben eine volle Einlagensicherung für dein Cash.
Wenn du kleine Beträge sparst, nimm Trade Republic oder Lightyear ohne Abo-Falle. Wenn du bereits etwas mehr Kapital hast und die 25.000-Euro-Grenze knackst, lohnt sich Scalable Capital Prime. Mach den Vergleich, entscheide dich für einen Broker und dann: Geld rein, Autopilot an, Füße hoch. Dein zukünftiges Ich wird dir danken.
Disclaimer: Keine Anlageberatung. Alle Angaben ohne Gewaehr.
Disclaimer: Keine Anlageberatung. Alle Angaben ohne Gewähr.